Findlay

Frech und rotzig kommt die kratzige Stimme der Britin Natalie Findlay daher. Wer die Dame das erste Mal sieht und dazu ihre Mucke hört, wird es nicht fassen können. Nicht, dass die groben Rap-Parts auf noch gröbere Beats aus dieser zierlichen Kehle kommen können. Und noch weniger, dass aus eben jener im nächsten Moment eine fein arrangierte Melodie erklingt. Findlay springt von Genre zu Genre. Sie selbst macht poppigen Rock – oder rockigen Pop – oder Indie-Garage-Synthie-Irgendwas. Musikalisch setzt sie sich keine Limits, sie sucht ihren Weg jenseits der bekannten Genre-Grenzen. Sie liebt Motown Künstler, Psychedelic Rock, Blues ebenso wie Hip-Hop. Mit ihrer strebsam kreierten elektronischen Klangwelt als Verbindungsstück vereint sie diese Stile und lässt ein einheitliches Ganzes entstehen. Getragen von ihren suchterzeugenden Refrains ist sie hierbei stets auf der Suche nach einem eigenen Sound und neuen Verzerrungen. Diese Mischung hilft Findlay´s komplexe Persönlichkeit aufzuzeigen, bringt Licht in deren gegensätzliche Landschaft. Harmonie und Unordnung vereinen sich in einem wunderschönen Chaos. Das Resultat: männlich dominierter Rocksound der Vergangenheit verschmilzt mit dem unzähmbaren Geist eines plötzlich präsenten jungen Mädchens die die Indieszene mal schön von hinten aufrollen wird! Heyho Findlay, keep rolling baby!